Informationsveranstaltung für Werkstattlehrer*innen

A11 Beförderungsverfahren und vieles mehr

Einladung zur Informationsveranstaltung für Werkstattlehrer*Innen

Wir laden herzlich zu einer Informationsveranstaltung zu folgenden Themen ein:

- A11 Beförderungsverfahren

      * Rückblick auf die Informationsveranstaltungen in Münster und Recklinghausen
      * Erfahrungsbericht aus anderen Bezirken (Andreas Horath, Bezirksregierung Arnsberg)

- Weiterbildungsbedarf
- Rechtliche Fragen (bitte vorab per Mail schicken)
- Vorstellung der neuen Homepage
- Erfahrungsaustausch und Organisatorisches
- Verschiedenes (Themen– und Terminabsprache)

Termin: Donnerstag, den 13.06.2019 um 16:00 Uhr
Ort : Hans-Böckler-Berufskolleg in Marl
Hagenstraße 28, 45768 Marl, Raum 1.125

Wir freuen uns auf eine spannende sowie informative Veranstaltung!
Fachgruppenleitungsteam GEW am BK Bezirk Münster

Vorstellung der Werkstattlehrer*innen

Der Werkstattlehrer, das unbekannte Wesen

Werkstattlehrer*innen
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Werkstattlehrer*innen
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Werkstattlehrer*innen
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Werkstattlehrer*innen

Uns gibt es im Wesentlichen an den Berufskollegs und in geringerem Umfang an den Förderschulen. Im Land NRW gibt es ca. 900 Kollegen/innen, die in diesem Bereich arbeiten und natürlich einen bestimmten Qualifizierungsnachweis bringen müssen.

Nach einer dreijährigen Gesellinnentätigkeit in verschiedenen Tischlereien habe ich die Meisterprüfung abgelegt und mehrere Jahre als Meisterin gearbeitet. Damit habe ich die Einstellungsvoraussetzung für die Werkstattlehrkräfte in NRW erfüllt.

Dieser Weg steht auch denen offen, die in der Industrie, in der Hauswirtschaft, Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft als Meister*In tätig waren. Wünschenswert ist natürlich ein unbefristetes Arbeitsverhältnis als Beamter oder Beamtin oder als Tarifbeschäftigter*e.

Werkstattlehrer*Innen haben zurzeit im Land NRW eine Woche, die 41 Stunden umfasst, von denen 30 Unterrichtstunden sind. Die restliche Zeit wird für Vorbereitung und Wartungsarbeiten der Maschinen und Werkstatträume angerechnet. Die unterrichtsfreien Zeiten sind in der Regel identisch mit denen der anderen Lehrer*Innen.

Die Vergütung erfolgt in meinem Fall als Tarifbeschäftigte nach EG9/TVL. (Entgeltgruppe  9 Tarifvertrag der Länder), mit langen Stufenlaufzeiten. Beförderungsmöglichkeiten bestehen, sofern EG10 Stellen ausgeschrieben sind.

Aufgrund der gestiegenen Anforderungen in der Praxisarbeit der Werkstattlehrer*Innen gibt es mit Stellenzuweisung von 2018 jetzt zusätzlich die Möglichkeit nach EG11 befördert zu werden. Diesen Beförderungskorridor möchte die Landesregierung für etwa. 20 % der Planstellen eröffnen, was für den Bezirk Münster in diesem Haushaltsjahr 22 Stellen entspricht.

Neben der Aufgabe, den Schüler*Innen der Berufskollegs fachpraktische Kenntnisse zu vermitteln, haben sich auch meine Aufgaben an den Beruf grundlegend erweitert. Die Schülerschaft ist heterogener geworden, Inklusion und Integration sind zusätzlich neue Herausforderungen für uns.

Aus der freien Wirtschaft kommend, bringen wir die Ausbildereignung mit, die aber nicht auf den Schulalltag bezogen ist. Dieses Defizit versucht das Land NRW durch eine „Praktisch Pädagogische Einführung“ (PPE) auszugleichen. Die Dauer dieser PPE ist 1,5 Jahre mit einer eintägigen Fortbildung pro Woche. Das ist für den Einstieg in Ordnung, leider fehlen weitere Anschlussangebote zu weiterführenden pädagogischen und didaktischen Inhalten.

Konkret führe ich die Schüler*Innen an die Grundlagen der Holzbearbeitung im weitesten Sinne heran. Dabei bewegt sich die Spannbreite zwischen Computer gesteuerten Maschinen bzw. Programmen in den Ausbildungsberufen des Tischlerhandwerks und bei den „Fachkräften für Küchen- Möbel und Umzugsservice“, und dem kleinstschrittigen  Versuch, nichtalphabetisierten internationalen Jugendlichen Wissen über den Werkstoff Holz und die dafür notwendigen Werkzeuge zu vermitteln.

Als Werkstattlehrer*In sind wir allenfalls eine kleine Gruppe im Kollegium, manchmal sogar alleine unterwegs. Um nicht als Außerirdische wahrgenommen zu werden oder gar einer zu bleiben , engagiere ich mich in verschiedenen schulischen Gremien, in meinem Fall der Schulentwickelungsgruppe, um mich mehr ins Kollegium zu integrieren.

In der GEW engagiere ich mich, weil sie sich für unsere Berufsgruppe einsetzt und weil die GEW der richtige Partner in Tarifverhandlungen ist, die Interessen der an Schulen Beschäftigten zu vertreten und Verbesserungen durchzusetzen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung: Tel.0251 1323819 oder G.Westerfeld@ketteler-berufskolleg.de