Werbung für die Bundeswehr darf auf Jobmesse keinen Platz haben

Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber

GEW-Stadtverbandsvorsitzender Ulrich Thoden weist auf die widersprüchlichen Handlungen von Oberbürgermeister Lewe hin, welcher sich zwar der internationalen Initiative „Mayorsfor peace“ – Bürgermeister für den Frieden – angeschlossen hat, jedoch keine Position gegen Werbung der Bundeswehr bezieht.
Werbung für die Bundeswehr darf auf Jobmesse keinen Platz haben

Foto: Peter Draschan/pixelio.de

Werbung für die Bundeswehr darf auf Jobmesse keinen Platz haben

„Werbung für die Bundeswehr darf auf der Jobmesse keinen Platz haben“ macht Ulrich
Thoden, Stadtverbandsvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
(GEW), deutlich: „Eine Ausbildung und ein Arbeitsverhältnis bei der Bundeswehr ist
etwas anderes als bei einem normalen Arbeitgeber.“

Die GEW nimmt Bezug auf die Präsenz der Bundeswehr bei der am 9. und 10.März
stattfindenden HORIZON-MESSE Münster in der Halle Münsterland zu der
insbesondere Schüler*innen und Studierende eingeladen sind. Neben der
Schulministerin Gebauer wirbt auch Oberbürgermeister Lewe mit einem Grußwort für
die Veranstaltung.

Ulrich Thoden weiter: „Aufgabe der politischen Bildung an den Schulen und
Hochschulen ist die Förderung der Fähigkeit sich mit politischen Fragen und Problemen
eigenständig und kritisch auseinanderzusetzen. Dazu gehört auch die Rolle der
Bundeswehr. Wir wollen die Vermittlung von Frieden als Lern- und Lebensziel fördern.“

Thoden erwartet vom Oberbürgermeister, der sich der internationalen Initiative „Mayors
for peace“ – Bürgermeister für den Frieden – angeschlossen hat, eine Stellungnahme.
Thoden: „Der Einsatz für Frieden findet nicht nur in Feierstunden und Festtagsreden
statt. „Mayors for peace“ und die Bundeswehr auf der Jobmesse als TOP-Arbeitgeber –
das geht nicht zusammen. Der Oberbürgermeister muss sich entscheiden, wofür er
Position beziehen will: Für Frieden oder die Beteiligung an Kriegseinsätzen.“