GEW: Werbung für die Bundeswehr darf auf Jobmesse keinen Platz haben

Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber

Ulrich Thoden stellt klar, dass es die Aufgabe der politischen Bildung an Schulen und Hochschulen ist, sich mit politischen Fragestellungen kritisch auseinanderzusetzen - auch mit der Rolle der Bundeswehr. Außerdem fordert er den Obernürgermeister Lewe auf, klar Position zu beziehen: entweder für Frieden oder für die Beteiligung an Kriegseinsätzen.
GEW: Werbung für die Bundeswehr darf auf Jobmesse keinen Platz haben

"Werbung für die Bundeswehr darf auf der Jobmesse keinen Platz haben", macht Ulrich Thoden, Stadtverbandsvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), deutlich: "Eine Ausbildung und ein Arbeitsverhältnis bei der Bundeswehr ist etwas anderes als bei einem normalen Arbeitgeber."

Die GEW nimmt Bezug auf die Präsenz der Bundeswehr bei der am 16. und 17.6 stattfindenden Jobmesse in der Halle Münsterland, zu der auch Schüler*innen und Studierende eingeladen sind. Die Bundeswehr wird hier als eine der "besten Arbeitgeber" angekündigt. Schirmherr der Jobmesse ist Oberbürgermeister Markus Lewe.

Ulrich Thoden weiter: "Aufgabe der politischen Bildung an den Schulen und Hochschulen ist die Förderung der Fähigkeit sich mit politischen Fragen und Problemen eigenständig und kritisch auseinanderzusetzen. Dazu gehört auch die Rolle der Bundeswehr. Wir wollen die Vermittlung von Frieden als Lern- und Lebensziel fördern."

Thoden erwartet vom Oberbürgermeister eine Stellungnahme. Fast zeitgleich findet am 14. und 15.6 die Veranstaltung "Mayors for peace" im Münsterander Rathaus statt. Thoden: "Der Einsatz für Frieden findet nicht nur in Feierstunden und Festtagsreden statt. Heute "Mayors for peace", einen Tag später die Bundeswehr auf der Jobmesse. Der Oberbürgermeister muss sich entscheiden, wofür er Position beziehen will: Für Frieden oder die Beteiligung an Kriegseinsätzen."