GEW-Streik

150 Teilnehmer*innen kommen nach Düsseldorf

Für 6 % mehr Gehalt, 200 Euro mindestens – Verbesserung bei der Eingruppierung angestellter Lehrkräfte
GEW-Streik

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„Wir erwarten, dass die Arbeitgeber endlich ein Angebot vorlegen!“, so Ulrich Thoden,
Stadtverbandsvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
„Nach zwei Verhandlungsrunden liegt noch nichts von den Arbeitgebern auf dem Tisch.
Lehrkräfte an Schulen, Sozialarbeiter*innen und Hochschulbeschäftigte haben es
verdient. Wir fordern eine verbesserte Eingruppierung sowie die stufengleiche
Höhergruppierung und weniger Fristverträge an den Hochschulen“, so Thoden
weiter. 150 tarifbeschäftigte Lehrerinnen und Lehrer waren heute aus dem Münsterland
zum Streik in Düsseldorf.

 

Abstand zu Gehältern in der Privatwirtschaft verkürzen

„Wir müssen laut werden, damit die Arbeitgeber uns hören! Wir kämpfen weiter dafür,
dass die Einkommen der Beschäftigten aufgrund der anziehenden
Lebenshaltungskosten und der wirtschaftlichen Entwicklung kräftig erhöht werden,
damit auch bei den Reallöhnen ein Plus herauskommt. Die Länder nehmen Jahr für
Jahr mehr Steuern ein, nun müssen die Beschäftigten, die mit ihrer Arbeit die
Voraussetzungen dafür geschaffen haben, an dieser Entwicklung beteiligt werden.
Zudem wollen wir mit dieser Forderung den Abstand zu der Gehaltsentwicklung in der
Privatwirtschaft verkürzen. Zudem muss eine deutliche Annäherung an das
Gehaltsgefüge des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen stattfinden“,
so GEW-Geschäftsführer Carsten Peters: „Für 6% mehr Gehalt, 200 Euro mindestens!“.


Gestiegene Steuereinnahmen

Die Bundesländer erzielten im ersten Halbjahr 2018 einen Überschuss von 13,1
Milliarden Euro gegenüber 8,1 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2017 und 12,1
Milliarden Euro im gesamten vergangenen Jahr. Zudem ergab die Steuerschätzung
vom Oktober 2018, dass die Steuereinnahmen für Bund, Länder und Gemeinden
gegenüber der Schätzung vom Mai 2018 insgesamt nochmals leicht ansteigen – im
Durchschnitt um jährlich rund vier Prozent. Die Steuereinnahmen der Länder sollen
dabei in diesem Jahr um 4,4 Prozent, im nächsten Jahr um 2,7 Prozent und 2020 sogar
um fast sechs Prozent steigen.