GEW: Kitabeschäftigte wieder im Warnstreik

Druck vor der dritten Verhandlungsrunde

Die GEW stellt erneut ihre konkreten Forderungen für die dritte Verhandlungsrunde für den TVöD vor, die am 15./16. April in Potsdamm stattfinden wird
GEW: Kitabeschäftigte wieder im Warnstreik

Vor der dritten Runde bei den aktuellen TVöD-Tarifverhandlungen machten die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes noch einmal Druck und setzten ihre Warnstreiks fort. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW hatte ihre tarifbeschäftigten Mitglieder im Bereich des TVöD zu einem ganztägigen Warnstreik am heutigen Dienstag aufgerufen. Auch aus Münster beteiligten sich zahlreiche Kolleg*innen.

"Wir erwarten in der dritten Verhandlungsrunde ein konkretes Angebot der öffentlichen Arbeitgeber*innen. Das hatten sie bislang nicht für nötig befunden. So geht das nicht weiter, deshalb machen wir Druck. Unsere Forderungen liegen seit langem auf dem Verhandlungstisch", erklärt GEW-Stadtverbandsvorsitzender Ulrich Thoden. Die dritte Verhandlungsrunde für den TVöD findet am 15./16. April in Potsdam statt.

Die GEW fordert in der Tarifrunde 2018 eine Erhöhung der Tabellenentgelte um sechs Prozent, mindestens aber 200,- Euro und die Erhöhung der Entgelte für Praktikant*innen sowie Auszubildenen um 100,- Euro monatlich. Die Laufzeit der Tariferhöhung soll zwölf Monate umfassen.

GEW-Geschäftsführer Carsten Peters: „Nur mit einer ordentlichen Gehaltserhöhung und einer fairen Bezahlung der Beschäftigten bleibt der öffentliche Dienst konkurrenzfähig und attraktiv für junge Leute. Für die GEW ist wichtig, dass pädagogische Arbeit angemessen bezahlt wird, gerade vor dem Hintergrund des großen Fachkräftemangels in den öffentlichen Kitas.“

Die Gehaltslücke zwischen dem öffentlichen Dienst und der Gesamtwirtschaft betrage rund vier Prozent und müsse jetzt schrittweise geschlossen werden. Überdies seien steigende Reallöhne wichtig, um die Binnenkonjunktur weiter anzukurbeln.