GEW fordert gleiches Geld für Lehramtsanwärter und Referendare

Kein Grund mehr für unterschiedliche Bezahlung

Außerdem hält die GEW die Bezahlung im zweiten Ausbildungsabschnitt für zu gering und fordert eine Erhöhung auf mindestens 1.800 Euro.
GEW fordert gleiches Geld für Lehramtsanwärter und Referendare

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GEW fordert gleiches Geld für Lehramtsanwärter und Referendare

Zum Beginn des Vorbereitungsdienstes am 1.Mai fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mehr Geld und eine gleiche Bezahlung für Lehramtsanwärter und Referendare. Am Ausbildungsstandort Münster beginnen 54 angehende Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen und 128 an Schulen der Sekundarstufe 1 ihren zweiten Ausbildungsabschnitt.

Kein Grund mehr für unterschiedliche Bezahlung

Lehramtsanwärter*innen und Referendare - wie auch Lehrerinnen und Lehrer – werden seit Jahren nach Schulformen unterschiedlich bezahlt. Ein Studienreferendar am Gymnasium erhält mehr Geld als eine Lehramtsanwärterin an einer Grundschule oder einer Schule der Sekundarstufe I.

„Da mittlerweile alle Lehramtsstudiengänge die gleiche Dauer haben und mit einem Master-Abschluss enden, gibt es keinen Grund mehr, Lehramtsanwärter*innen und Referendare unterschiedlich zu bezahlen. Bei gleicher Ausbildung muss auch die Bezahlung gleich sein“, so der GEW-Stadtverbandsvorsitzende Ulrich Thoden: „Dies ist die logische Konsequenz aus der Vereinheitlichung der Studiengänge. Das Land ist gefordert, hier endlich einheitliche Verhältnisse für alle zu schaffen.“

Ohnehin hält die GEW die Bezahlung von angehenden Lehrerinnen und Lehrern im zweiten Ausbildungsabschnitt für zu gering und fordert eine Bezahlung von mindestens 1.800 Euro. „Die Belastungen sind enorm. Fahrt- und Materialkosten werden so gut wie gar nicht erstattet. Nicht wenige Referendare müssen auf die Unterstützung der Eltern zurückgreifen. Das kann nicht richtig sein,“ so Thoden.