GEW begrüßt Berliner Beschluss

Keine Werbung für die Bundeswehr mehr an Schulen

Die GEW fordert einen solchen Beschluss auch für NRW
GEW begrüßt Berliner Beschluss

Foto: Peter Draschan/pixelio.de

„Werbung für die Bundeswehr darf in der Schule keinen Platz haben.“ macht Ulrich Thoden, Stadtverbandsvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), deutlich: „Eine Ausbildung und ein Arbeitsverhältnis bei der Bundeswehr ist etwas anderes als bei einem normalen Arbeitgeber.“

Die GEW nimmt Bezug auf einen bundesweit bekannt gewordenen Beschluss der Berliner SPD, der zum Inhalt hat, dass der Bundeswehr künftig die Werbung an Berliner Schulen untersagt ist.

Ulrich Thoden weiter: „Dieser Beschluss ist richtig und sollte auch in NRW aufgegriffen werden. Aufgabe der politischen Bildung an den Schulen und Hochschulen ist die Förderung der Fähigkeit sich mit politischen Fragen und Problemen eigenständig und kritisch auseinanderzusetzen. Dazu gehört auch die Rolle der Bundeswehr. Wir wollen die Vermittlung von Frieden als Lern- und Lebensziel fördern.“

2017 erreichte die Bundeswehr mindestens eine halbe Millionen Jugendliche, vor allem während des Unterrichts. Thoden: „Kriegseinsätze sind kein „Abenteuercamp“, wie es die Bundeswehr gern darstellt, sondern Töten und Sterben.“