Tarifrunde TVöD

GEW: Völlig unzureichendes Angebot von Bund und VKA

Eine Woche vor der dritten Verhandlungsrunde zum TVöD haben die öffentlichen Arbeitgeber erstmals ein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaften haben dieses als völlig unzureichend und nicht verhandlungsfähig bewertet. Ein neues Angebot wird nun gefordert.
Tarifrunde TVöD

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Knapp eine Woche vor der dritten Verhandlungsrunde zum TVöD, die am 22. Oktober in Potsdam beginnt, haben die öffentlichen Arbeitgeber erstmals ein Angebot vorgelegt. Bei einer Laufzeit von drei Jahren bis zum 31. August 2023 wollen sie die Entgelte in drei Schritten steigern: Zum 1. März 2021 um 1,0 Prozent, zum 1. März 2022 noch einmal um 1,0 Prozent und zum 1. März 2023 um weitere 1,5 Prozent. Im Jahr 2020 soll es lediglich eine Corona-Zulage von 300 Euro geben.

„Das ist schon eine Provokation! Die extrem lange Laufzeit ist angesichts der wirtschaftlich unsicheren Zeiten völlig widersinnig. Die Angleichung der Arbeitszeit Ost an West wird bis 2024 weiter hinausgezögert. Und das garnieren die Arbeitgeber dann noch mit zahlreichen Verschlechterungen“, kommentierte GEW-Stadtverbandsvorsitzender Ulrich Thoden das Angebot.

Die Gewerkschaften haben das Angebot gemeinsam als völlig unzureichend und nicht verhandlungsfähig bewertet. „Die Arbeitgeber haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Während sich das Land auf eine zweite Corona-Welle einstellt, die auch einen starken öffentlichen Dienst erfordert, zeigen sie sich uneinsichtig. Nächste Woche müssen die Arbeitgeber in Potsdam ein ernsthaftes Angebot vorlegen“, so GEW-Geschäftsführer Carsten Peters weiter.