Lehrkräftemangel erfordert entschlossenes Handeln

Endlich etwas für die Attraktivität der Arbeit in den Schulen tun!

Die Forderung der GEW beinhaltet in jedem Fall auch die einheitliche Besoldung im Eingangsamt nach A 13Z, bzw. EG 13 für Tarifbeschäftigte. Deutlich kritisiert wird dabei das fahrlässige Zeitspiel der Landesregierung
Lehrkräftemangel erfordert entschlossenes Handeln

Foto: pixabay

Lehrkräftemangel erfordert entschlossenes Handeln

„Wir erwarten, dass endlich mehr für die Profession getan wird, denn Profis in der Bildung sind gefragt wie nie zuvor. Trotz vieler Versprechen, die Belastungen zu senken, die Bezahlung gerechter zu machen und mehr Fortbildung und bessere Ausbildung anzubieten, ist nichts passiert“, macht Ulrich Thoden, Stadtverbandsvorsitzender der GEW deutlich: „Wir hören aus allen Schulformen, dass ausgeschriebene Stellen nicht besetzt werden können. Stattdessen werden Pensionäre, die nur kurzfristig zur Verfügung stehen, gebeten länger zu arbeiten – das kann doch nicht die Lösung der Probleme sein.“ Thoden macht zudem deutlich, dass Belastungen gesenkt werden müssen: „Es sind in den letzten Jahren zahlreiche Aufgaben hinzugekommen, die nichts mit dem Unterricht zu tun haben.“

Maßnahmenbündel erforderlich

„Wir fordern ein Maßnahmenbündel zur Attraktivitätssteigerung des Lehrer*innenberufs. Die einheitliche Besoldung im Eingangsamt nach A 13Z, bzw. EG 13 für Tarifbeschäftigte, ist unabdingbar. Hier spielt die Landesregierung fahrlässiger Weise auf Zeit. Wir müssen finanzielle Anreize für Lehrkräfte schaffen, die sich bereit erklären,
an Schulen im schwierigen sozialen Umfeld zu arbeiten. Ungleiches muss ungleich behandelt werden“, forderte die GEW.

Akuten Handlungsbedarf sieht die GEW bei der Bekämpfung der Lehrkräftemangels und der Qualifizierung von Seiteneinsteiger*innen: „Die Zahl der Seiteinsteiger*innen
steigt, wir können nicht auf sie verzichten“, führt Thoden aus: „Wir fordern den berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst auch für die Grundschule. Die derzeitige Qualifizierungsmaßnahme ist völlig unzureichend und führt zu neuen Verwerfungen und Ungerechtigkeiten. Absolvent*innen dieser pädagogischen Einführung in Sport, Musik, Kunst und Englisch werden auch im Deutsch- und Mathematikunterricht als vollwertige Lehrkraft eingesetzt, bekommen aber auf Dauer nur ein Entgelt nach EG 10. Auch die befristete Beschäftigung von unterqualifizierten Kräften im Vertretungsunterricht der Grundschulen nimmt zu und führt zu Qualitätseinbußen.“